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  Hertha BSC Berlin vs BTSV Eintracht 2:0 (0:0)  

 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 26.04.2014 - 15:30 Uhr, Olympiastadion, 51.953 Zuschauer

 

Die Oma in Berlin...

Auch heute ging es das kurze Stück mit dem eigenen Pkw in die Hauptstadt. Das Wetter war blau-gelb und ein großes Stück Hoffnung fuhr mit zur Alten Dame Hertha.

Nach einem Kurzbesuch im B5 und bei den lieben Verwandten machten wir uns recht früh auf zur Heerstraße, um noch einen adäquaten Parkplatz zu bekommen. Wie schon bei früheren Begegnungen verbrachten wir noch ein wenig Zeit im Preußischen Ladwirtshaus, bevor es ins benachbarte Olympiastadion ging. Die Kontrollen am Stadion waren diesmal doch recht genau, vielleicht auch dem letzten Auftritt geschuldet. Zum Glück war es noch nicht so voll, sodass wir das Prozedere schnell hinter uns brachten und nicht stundenlang in der Schlange stehen mussten.

Als Schiedsrichter Kinhöfer die Partie anpfiff war man noch guter Dinge, dass die Löwen heute mal wieder nach langer, langer Zeit einen Dreier in Berlin einfahren würden. Bis zur Halbzeit wurde auch ein 0:0 gehalten, was Mut für die zweiten 45 Minuten machte, allerdings waren die Jungs wieder mal zu zaghaft und nicht energisch genug. Wie so oft in dieser Saison stellt sich die Mannschaft bei entscheidenden Spielen selbst ein Bein. Zwar sorgte Bellarabi mit seiner Einwechselung für mehr Druck und Torgefahr, aber der letzte, entscheidende Schritt wollte auch nicht gelingen. So war es fast schon symptomatisch, dass das 0:1 durch einen individuellen Fehler fiel und auch beim 0:2 sah man nicht gerade glücklich aus in der Abwehr. So gewann die alte Dame auch völlig verdient.

Was mich allerdings am meisten aufregt, sind wieder einmal die Nörgler im Block.

Natürlich muss Davari mit voller Wucht dazwischen gehen und den Ball wegfausten und nicht ein auf Super-Grobi machen. Aber ihm die Lust und den Willen abzuschreiben, weil er die Eintracht verlässt, halte ich für mehr als übertrieben. Keiner spricht auch mehr über die guten Paraden, die uns im Spiel gehalten haben, oder wie er mitgeholfen hat den Aufstieg zu sichern.

Da wird das Trainingslager infrage gestellt und warum man denn so viel Geld für einen „Wellnessurlaub“ ausgibt. Hätte die Mannschaft keine Vorbereitung gemacht, würde wahrscheinlich vom gleichen Superhirn kommen: „Warum geht man nicht mal ins Trainingslager vor so wichtigen Endspielen?“

 

Mir gehen einfach die ganzen Wendehälse auf die Nerven!

Was haben wir in den vergangenen 30 Jahren denn erreicht? Nicht viel! Da gab es Zeiten, wo man sich aufregen konnte. Da konnte man fragen, ob Spieler, Trainer oder Vorstand noch ihren Job machen. Trotzdem standen wir zu unserer Eintracht.

Aber was in den letzten fünf Jahren hier passiert ist, verbietet eigentlich jedweder Kritik.

Da wurde der Verein saniert. Da wurde eine MANNSCHAFT geformt, die es von der 3. bis in die 1. Liga geschafft hat. Eine MANNSCHAFT, die durch ihre Verdienste es verdammt noch mal auch verdient hat dieses Jahr 1. Bundesliga zu spielen und zu genießen! Sollte es dann nach nur einem Jahr wieder runter gehen, dann ist es halt so. Erstens war es eh nicht geplant und zweitens können wir es uns leisten.

Anstatt unsere „Legenden“ nach dem Aufstieg mit viel Geld auszutauschen, nutzt man dieses um u.a. Strukturen im Nachwuchsbereich zu schaffen, die bis dato einfach nicht möglich waren.

Sollten wir wirklich absteigen, sind wir aber mit Sicherheit nicht die Verlierer dieser Saison. Was der Verein, die Trainer um Torsten, die Mannschaft und wir Fans an Respekt, Bewunderung und Sympathien gewonnen haben ist sowieso unbezahlbar!

Und wir sind DERBYSIEGER!!!

 


Wir sind AAANTRACHT!!!

 

 

Aufstellung


Kraft

Pekarik, Langkamp, Brooks, van den Bergh

Hosogai

Cigerci (69. Niemeyer)

Skjelbred (62. Ronny), Baumjohann, Allagui

Wagner (62. Ramos)

 

 

Davari

Reichel (83. Pfitzner), Correia, Bicakcic, Elabdellaoui (83. Kessel)

Theuerkauf

Hochscheidt (46. Bellarabi), Nielsen, Boland

Kruppke, Kumbela

 

Tore

1:0 Brooks (61.)
2:0 Allagui (77.)

 


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